Im Vorfeld des Gesprächs wurde ein online ein Persönlichkeitstest gemacht, leider bekommt man Ergebnisse die nicht aussagekräftig sind und nur die Recruiter scheinen die volle Auswertung zu erhalten. Dies wurde dann im Gespräch gegen mich verwendet. Die Vereinbarung des persönlichen Vorstellungsgespräch gestaltete sich schon sehr schwierig (Urlaubszeit HR ?, viele Termine beim Hiring Manager) und es brauchte fast drei Wochen. Beim Gespräch waren sowohl Hiring Manager als auch HR rund 10 Minuten zu spät. Was ich als absoluten Fauxpas und mässig wertschätzend empfand. Im Gespräch sollte ich SwissLife beschreiben (löchernde Fragerunde - „als Bewerber müsse man das Unternehmen kennen“), es wurde aus dem Stegreif eine „Alltagssituation“ simuliert um den Umgang mit Widerständen in Verhandlungen herauszufinden. (Ohne Übergang, ohne Ankündigung was jetzt im Gespräch folgt und mit höchst fragwürdigen Conduct&Ethics Standards). Es wurde immer wieder Fokus darauf gelegt, warum man bei SwissLife arbeiten möchte. (Hatte ich mehrmals gesagt, aber dann wurde gesagt, dass das die Standardantworten (gutes Unternehmen, Mit traditionellen Werten, guter Ruf) seien, die Sie von allen Bewerbern hören). Der Hiring Manager war wenig wertschätzend und wenig vorbereitet. Er musste immer wieder in mein vom Headhunter aufbereiteten Lebenslauf nach Details schauen und wusste nicht mal im Groben, meine bisherigen Stationen (peinlich und sehr arrogant).
Die Frage nach fehlender Motivation für einen Master anstatt den CAS fand ich überaus unverschämt. Ebenso wie die Frage, warum man sich über einen Headhunter bewirbt, wie lange man schon mit diesen zusammen arbeite und ob man „bei eigenen direkten Bewerbungen erfolglos war & deshalb die Hilfe des Headhunters benötige“ (???).
Nach rund 50 Minuten war das Gespräch vorbei - ich sollte mich wieder melden und meinen Eindruck schildern. Dies fiel mir schwer, denn nach diesen Gespräch wollte ich gar nicht mehr bei SwissLife arbeiten. Also schrieb ich eine kurze unterkühlte Antwort. HR gab nach dem Gespräch unter vier Augen zu, dass einiges vom Hiring Manager „sehr direkt“ war. Dies schmälerte nicht meinen Eindruck, dass es nicht nur ein fehlender Match meinerseits war. Sechs Wochen nach meiner Absage, war die Stelle immer noch ausgeschrieben. Mit neuen Titel „IKS Manager“ aber selben Inhalt.