Das Vorstellungsgespräch – der typische Ablauf
1. Die Begrüßung
Der erste Kontakt beim Bewerbungsgespräch ist zu 99% ein kurzes Händeschütteln mit dem Personaler. In dem Moment, in dem sich etwa 2-3 Sekunden die Hände berühren, speichert der Personaler auch einen der ersten Eindrücke von dir ab. Stell daher Augenkontakt her und stelle dich dabei mit Namen vor. Vermeide einen allzu stürmischen ersten Auftritt, indem du mit ausgestreckter Hand reinläufst und dann unaufgefordert Platz nimmst.
Achtung: Solange noch Corona aktuell ist, sollte das Thema Händeschütteln mit Vorsicht behandelt wedern. Nicht jeder ist in diesen Zeiten offen für direkten Kontakt.
2. Allgemeiner Smalltalk
Die No Go’s in den ersten Interview-Minuten gehen aber über die Begrüßung bis zum Smalltalk hinaus. Bleib also auch ruhig, gelassen und höflich mit positiver Körpersprache und Mimik, während dein Gegenüber sich nach deinem Befinden und Anreiseweg erkundet. Nutze die ersten Minuten, um bei den Smalltalk-Fragen etwas „runterzukommen“ und tief durchzuatmen, bevor es mit den Fragen losgeht.
3. Kurze Selbstpräsentation des Bewerbers
Der Personaler möchte mehr über dich erfahren als in deinem Lebenslauf auffindbar ist. Liste daher nicht die einzelnen Etappen deines CV auf, sondern hebe ausschlaggebende Erfahrungen, Qualifikationen und Interessen hervor. Nutze die erste freie Vorstellungsrunde, um auf eine der größten Stärken für den Job und das Unternehmen einzugehen, da du später nicht mehr so flexibel in deinen Antwortmöglichkeiten sein wirst. Bereite dich vor allem auf deine Selbstpräsentation im Bewerbungsgespräch vor, um zusätzliche Nervosität zu vermeiden. Wir verraten dir, mit welchen 8 Eigenschaften du im Bewerbungsgespräch besonders punktest.
4. Das Unternehmen stellt sich vor
Das Ausmaß, in dem sich dein*e Interviewpartner*in zunächst vorstellt, kann sehr unterschiedlich sein. Manche stellen sich lediglich mit Namen vor und erwarten, dass du alles andere vorab recherchiert hast. Andere reden zunächst ein paar Minuten über den eigenen Job und das Unternehmen, um dir einen besseren Eindruck zu vermitteln. Höre sehr aufmerksam zu, da du hier auch neue Informationen für spätere Rückfragen sammeln kannst.
5. Zeit für Vertiefungsfragen
Nun folgen klassische Fragen zum beruflichen Werdegang, den Karrierezielen und Vorstellungen sowie Interessen und Einstellungen des Bewerbers oder zu persönlichen Stärken und Schwächen. Achte nun aber auch darauf, dass du tatsächlich auf die Fragen antwortest und nicht nur Dinge erzählst, die du dir vorab überlegt hast. Mit diesen häufigsten Fragen im Bewerbungsgespräch bereitest du dich ideal vor.
6. Die Rückfragen-Phase
„Haben Sie noch Fragen?“ – Ja, ja und ja sollte da deine Antwort lauten. Gekonnte Rückfrage geben dir die Möglichkeit, dein Interesse und Wissen zu demonstrieren. Nutze diesen Moment und stelle eine von 34 geeigneten Rückfragen im Bewerbungsgespräch.
7. Gesprächsende und Verabschiedung
Die letzten Momente des Gesprächs können einen ausschlaggebenden Eindruck bei dem Interviewer hinterlassen. Erkundige dich interessiert an dem weiteren Bewerbungsablauf, falls dieser noch nicht geklärt wurde. Springe nicht gleich auf, um den Raum zu verlassen, sondern bleibe bis zum Schluss deinem positiven Gesamteindruck treu – mit einem Lächeln und initiierten Handschlag des Gegenübers.
Wenn es sich um ein Telefoninterview handelt, ist der Ablauf etwas anders – dafür verraten wir dir, mit welchen Tipps und Tricks du das Telefoninterview meisterst.